Schon gewußt?
Als Kolumbarium wird eine Begräbnisstätte bezeichnet, die in Form einer Halle, eines Gewölbes oder als Nischenwand im Freien der Beisetzung und Aufbewahrung der Urnen eingeäscherter Verstorbenen dient.
Noch mehr spannende Infos gibt's im Lexikon.
Aus dem Lexikon
Die Erdbestattung Unter einer Erdbestattung (auch: Inhumation) versteht man die Beisetzung des Leichnams in ... weiter lesen
Kein Beruf wie jeder andere
Warum sich zwei junge Leute zu Bestattungsfachkräften ausbilden lassen
Bremen. Nancy Tietjen und Thies Kohrt haben eine Berufswahl getroffen, die noch immer von Vorurteilen und einem negativen Image begleitet wird. Sie sind angehende Bestattungskräfte. Dennoch ist ihre Entscheidung eindeutig: Sie freuen sich über eine gute Ausbildung und liefern positive Argumente für ihre künftige Arbeit.
Der 17-jährige Thies fand auf eher konservativem Weg über das Berufsinformationszentrum (BIZ) zu seinem Job. Dort wurde ihm unter anderem seine jetzige Ausbildung empfohlen. „Der Vorschlag hat mich aber auf den ersten Blick abgeschreckt", gesteht er. Ein Praktikum machte er schließlich trotzdem und gab am Ende gleich seine Bewerbung ab. Nun ist Thies im ersten Lehrjahr beim Beerdigungsinstitut GE-BE-IN in Bremen. Er wertet seine Tätigkeit als „Dienstleistung, an der nichts ekelig ist".
Nancy schlug den Weg zur Bestattungsfachkraft dank einer Fernsehserie ein. In „Six Feet Under" geht es um die amerikanische Familie Fisher und deren Bestattungsinstitut. „Ich fand die Arbeit interessant und dachte, das wäre vielleicht auch was für mich", erzählt die 22-Jährige. Sie bewarb sich ebenfalls bei GE-BE-IN und lernt nun einen Beruf, dessen Vielseitigkeit sie begeistert: „Es gibt Bereiche wie Floristik, Buchhaltung, Beratung oder das Organisieren von Trauerfeiern. „Zum Alltag ihres künftigen Berufes gehört natürlich auch der direkte Kontakt mit Verstorbenen.
Nach Aussage der beiden Azubis wird ihre Berufswahl von der Familie und den Freunden problemlos akzeptiert. Und auch Bekannte seien nach anfänglicher Skepsis eher interessiert als schockiert. Allerdings ist es für die beiden jungen Leute nach Feierabend oft schwierig, abzuschalten.
Doch was wirklich zählt in diesem Beruf, wollen sie auch nicht verschweigen: Hilfsbereitschaft und Mitgefühl. Denn soviel Berufserfahrung haben sie in der kurzen Zeit ihrer Ausbildung bereits gesammelt: Wer anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, hat allen Grund, auf seine Arbeit stolz zu sein. Jens Otto
Quelle: www.bremen4u.de
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